Wer mehrere Tage mit viel Gepäck und Ausrüstung draußen unterwegs ist, braucht einen komfortablen Rucksack der das Gewicht gut verteilt und auch über Zusatzfunktionen verfügt, wie zum Beispiel einen anpassbaren Deckel mit Kopfmulde, eine gute Fächeraufteilung und ein Trinksystem.

Kläre zunächst welches Liter-Volumen der Rucksack haben sollte. Das hängt ganz entscheidend von deiner Tour ab, zum Beispiel:

1. Hüttenwanderung in den Alpen: Außer Brotzeit und Kleidung musst Du nichts mitnehmen. Damit bewegt man sich im Bereich der Tourenrucksäcke mit 35 bis 45 Litern.

2. Zweiwöchige Trekkingtour, z.B. in Schweden mit Schlafsack, Zelt, Kocher, Essen usw. Wichtig: Nachdem Du all diese Sachen lange tragen musst, sollte Dein Rucksack nicht schwerer als 20 Kilogramm sein. Als Größe sind 60 bis 75 Liter ratsam.

3. Beim Backpacking trägt man den Rucksack selten über längere Zeit, daher kommt es weniger auf den Tragekomfort an, sondern vor allem auf die Vielseitigkeit, Robustheit und auf den Preis. Hier bis du mit bis 60 oder 80 Litern gut unterwegs.

Plant man seinen Rucksack über eine längere Strecke zu tragen, sollte man auf dessen Gewicht achten. Dieses sollte 20 bis 25 Prozent des Körpergewichts nicht überschreiten!

Beim Kauf achte auf Folgendes:

1. Tragesystem und Rückenplatte
Das Tragesystem überträgt das Gewicht auf Schulterträger und Hüftgurt. Dafür verbauen gute Hersteller leichte aber robuste Werkstoffe, etwa Aluminium, Kunststoffe oder Metalllegierungen. Wichtig ist auch die Polsterung. Das ist nun wiederum ein Spagat: Denn damit sich das Gewicht gut verteilt, muss das Rückenteil gut aufliegen. Aber zugleich soll eine kühlende Luftzirkulation ermöglicht werden. Deshalb werden teilweise gestufte Polsterungen aus Schaumstoff und Mesh verwendet, um Luftkanäle zu schaffen.
Manche Hersteller geben ein Höchstgewicht an, bis zu dem die Polsterung ausgelegt ist. Oft ist auch noch eine Rückenplatte integriert, die vor harten, kantigen Gegenständen im Rucksack schützt.

2. Die Rückenlänge messen für den passenden Trekkingrucksack
Wichtig für den perfekten Sitz ist die richtige Rückenlänge. Das ist der Abstand zwischen Beckenkammhöhe (seitlich der höchste Punkt des Hüftknochens; an der Körperseite gut zu tasten) und dem siebten Halswirbel, der etwas hervorsteht und gut spürbar ist. Diese Länge dient als Orientierung für die Rucksackwahl und wird in der Regel von den Herstellern angegeben. Bei vielen Rucksäcken kann die Rückenlänge entsprechend eingestellt werden. Damit haben Schulterträger und Hüftflossen den optimalen Abstand für den jeweiligen Körper.

3. Der Hüftgurt beim Trekkingrucksack
Bei schweren Lasten ist es wichtig, dass das Gewicht zwischen Hüftgurt und Schulterträgern gut verteilt wird. Die Hauptlast ruht allerdings auf dem Becken. Deshalb muss der Hüftgurt eine ausreichende Polsterung besitzen, die Druckstellen vermeidet und atmungsaktiv ist. Der Rucksack sollte hoch auf dem Beckenknochen sitzen und den unterschiedlichen Anatomien von Damen und Herren entsprechen. Für besonders schwere Lasten gibt es Hüftgurte mit Versteifungen, was allerdings die Beweglichkeit einschränkt. Hier gilt in der Regel: Je härter und steifer, umso mehr Gewicht kann transportiert werden. Das geht allerdings zu Lasten von Komfort und Beweglichkeit.

4. Schulterträger
Auch wenn der größere Teil des Gewichts auf der Hüfte getragen wird; auf den Schultern lastet noch einiges. Entsprechend muss die Polsterung der Schulterträger sein. An den Schultergurten gibt es in der Regel zwei Verstellmöglichkeiten: die untere Längenregulierung und der Lageverstellriemen oben. Der Lageverstellriemen sollte so eingestellt sein, dass er am Schlüsselbein ansetzt und einen Winkel zwischen 20 und 30 Grad zur Horizontale hat. Dazu kommt ein Brustgut, der verhindert, dass die Träger nach außen rutschen. Schulterträger von Damen-Modellen sind oft schmaler geschnitten, um nicht auf die Brust zu drücken.

5. Trekkingrucksack-Deckel
Über den Rucksackdeckel lässt sich der Trekkingrucksack gut komprimieren oder erweitern. Außerdem lassen sich im Deckelfach Gegenstände verstauen, auf die man schnell Zugriff haben möchte. Von guten Trekkingrucksäcken können Deckel- oder Außentaschen abgenommen und als separater Daypack verwendet werden. Wichtig ist die Nackenmulde am Rucksackdeckel. Das bedeutet, dass man auch mit voll bepacktem Rucksack in der Lage ist, nach oben zu schauen.

6. Fächer-Aufteilung beim Trekkingrucksack & Trinksystem
Ein guter Trekkingrucksack verfügt über eine gute Fächeraufteilung. Viele Rucksäcke haben ein Bodenfach, in das zum Beispiel der Schlafsack gestopft werden kann, während die übrige Ladung im Hauptfach verstaut wird. Hinzu kommen Details wie Seitentaschen oder Außentaschen. Diese können aber auch noch separat gekauft und angebracht werden.

Ein in den Rucksack integriertes Trinksystem hat insbesondere zwei Vorteile: Erstens muss die Trinkflasche nicht aus- und wieder eingepackt werden. Und zweitens ist der Wasservorrat in der Regel nahe am Rücken positioniert. Das kommt wiederum dem Tragekomfort und der Stabilität zugute.

7. Nützliches Zubehör
Regengenhülle: Schutz bei starkem Regen, da Rucksäcke selten ganz wasserdicht sind.
Transporthülle: Den Rucksack auf Reisen (Flugzeug etc.) schützen.
Packsäcke: Sie sorgen nicht nur für Ordnung im Rucksack; wasserdichte Packsäcke halten auch den Inhalt trocken.
Befestigungsmöglichkeiten: für sperrige Gegenstände wie Isomatten oder Zeltgestänge und Reparaturzeug.

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